Transport
Ausführliche Infos
Als Transport definieren wir
- Photonische Netze
- DWDM Systemtechnik
- CWDM Systemtechnik
- SDH Technik

Die Anforderungen an ein Backbone sind nach Art der Betreiber zu differenzieren.
Ein Service Provider (SP) mit dem Ziel kostengünstig hohe Bandbreite an Carrier oder anderen SPs anzubieten, wird auf die wirtschaftlicheren DWDM Systeme setzen. Später kann sein vor-handenes Netz mit rein optischen Komponenten erweitert und so zu einem photonischen Netz ausgebaut werden .
Der Carrier, der dem Endkunden seine vielfältigen Dienste anbietet, legt mehr Wert auf ein breites und dynamisches Service-Portfolio und auf Quality of Service (QoS).
Prinzipdarstellung der photonischen Ebene
Die erforderlichen Übertragungs- kapazitäten im Backbone werden heute überwiegend mit SDH - Technologie realisiert. Der weitere Anstieg der Übertragungskapazität kann durch die Verwendung von DWDM Systemen wirtschaftlich abgedeckt werden.
Als Netzstruktur in DWDM-Netzen kommt vorrangig eine Ringstruktur mit Optical Add Drop Multiplexern (OADM) zum Einsatz. Diese ermöglicht ebenso wie bei den SDH - Transportnetzen unter anderem die automatische Ersatzwegschaltung. Der OADM ermöglicht den Zugriff auf einzelne Wellenlängen in der Netzstruktur. Werden im weiteren Ausbau des Netzes Rangierungen der Wellen-längen efordert, führt dies zum Optical Cross Connects (OXC) und damit zum rein photonischen Netz.
Mit dem Verfahren des Wellenlängen-Multiplexing werden den zu übertragenden Datensignalen verschiedene Wellenlängen zugeordnet und durch optisches multiplexen in einer Glasfaser übertragen.
Jede Wellenlänge entspricht einem Kanal mit bis zu 10 Gbit/s Übertragungsrate. Übertragen werden die Daten innerhalb definierter Wellen- längenbänder. Diese liegen hauptsächlich bei 1550 nm +/- 20 nm und damit im 3. optischen Fenster auch C-Band genannt. Je nach Anzahl (n) der Kanäle auf der Glasfaser ergibt sich daraus eine Gesamtkapazität von n x 10 Gbit/s. Damit wird eine mehrfache Ausnutzung der Glasfaser erzielt. Der Kanalabstand beträgt 200 GHz,100 GHz, 50 GHz oder 25 GHz und entspricht damit 1,6 nm, 0,8 nm, 0,4 nm oder 0,2 nm.
DWDM-Systeme werden je nach Einsatzgebiet unterschieden. Im Campusbereich werden Entfernungen von 2 bis 5 km erreicht. Der Short-Haul- oder Metrobereich steht für mittlere Entfernungen und der Long-Haul Bereich beschreibt die Verwendung von DWDM ab 100 km in Europa. Die genannten Bereiche sind auf die landestypischen Gegebenheiten abgestimmt. Einige Hersteller haben bereits heute reine optische Kom-ponenten entwickelt mit denen Cross-Connect-Funktionen realisiert werden. Diese ermöglichen den Einstieg in die photonische Netzebene, in der keine elektrische Wandlung für das Rangieren erforderlich ist.
Gegenüberstellung der TDM-basierten Übertragung zum DWDM-Übertragungsverfahren


